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Meine Reise mit der Reederei Tallink Silja

von berlinartdesign
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Hallo liebe Leser,

Ursprünglich wollte ich einen Reisetagebuch führen und euch täglich darüber informieren, welche Orte ich auf meiner Reise mit der Reederei Tallink Silja besichtige aber dann machte mir doch die schlechte Netzverbindung einen Strich durch die Rechnung aber im Nachhinein auch gar nicht so schlimm, so bekommt ihr alles in gebündelter Form zum Lesen 😀

Ich bin ein großer Fan von Seereisen und war öfters mit den einschlägigen Reedereien unterwegs und bin jedes Mal aufs Neue begeistert über die Möglichkeiten. Schiffsreisen ermöglichen viele Orte in kurzer Zeit zu besuchen und Inspirationen zu sammeln von Orten die man eventuell zukünftig auch für eine klassische Reise besuchen möchte.

Tallink Silja hebt sich von dem bekannten Veranstalter etwas ab, denn überwiegend ist das Unternehmen für Ihre Fährverbindungen bekannt und konnten somit den Status der größten Fährreederei in der Ostsee erlangen. Nur wenige wissen bisher, dass noch viel mehr geboten wird. Tallink Silja’s moderne Flotte ist ausgestattet wie klassische Luxuskreuzfahrtschiffen und eignen sich somit auch für Minikreuzfahrten mit Übernachtungen an Board. Reisen sind mit und ohne Auto problemlos möglich.

Die Schiffe verbinden viele bekannte und berühmte Städte der Ostsee, unter anderem Stockholm, Mariehamn, Helsinki, Tallinn, Riga und Turku.

Für meine Reise, wählte ich mit Unterstützung der Reederei, folgende Verbindungen:

• Stockholm – Mariehamn – Helsinki
• Helsinki – Tallinn
• Tallinn – Mariehamn – Stockholm

Die Übernachtung in Helsinki und Tallinn erfolgte in zwei luxuriösen Vier-Sterne-Hotels.

Tag 1 – Abflug und Ankunft in Stockholm:

Für uns ging es sehr, sehr früh los Richtung Flughafen Schönefeld um dort den Flieger von Norwegian zu nehmen. Dieser brachte uns innerhalb von eineinhalb Stunden nach Stockholm-Arlanda. Für mich als Berliner war das in Stockholm schon ein kleiner Kulturschock. Ich kannte den Flughafen aus einer vergangenen Reise und wusste, dass es dort sehr strukturiert zugeht. Wartezeiten am Gepäckband wurden kurz klein gehalten, anders als in Berlin wo ich schon über zwei Stunden auf mein Gepäck warten durfte.

Von Arlanda gibt es zwei Wege um in die Stadt zu kommen. Das eine wäre der Schnellzug der innerhalb von 20 Minuten das Stadtzentrum erreicht oder den Transfer Bus für etwas weniger Geld dafür aber eine längere Fahrzeit von bis zu 50 Minuten. Wir entschieden uns für den Bustransfer da dieser uns direkt zum City Terminal in der Innenstadt brachte und von dort fuhr auch der Bus Richtung Hafen. Die Fahrzeit ist zwar beachtlich, für die Strecke vom Airport zum Hafen benötigt man knapp eineinhalb Stunden aber in allen Bussen steht kostenloses WLAN zur Verfügung was die Fahrzeit angenehm gestaltet. So hatten wir noch die Möglichkeit einige interessante Sehenswürdigkeiten herauszusuchen, die wir unbedingt auf unserer Reise sehen wollten.

Das Hafenterminal ist wirklich schön gestaltet mit einer sehr guten Übersichtlichkeit sowie vielen Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und Verweilen sowie ein großes Restaurant. Nach dem schnellen einchecken, entweder direkt am Schalter oder am Automaten, gingen wir direkt an Bord der Silja Symphony. Das Schiff ist das größte in der Flotte der Reederei und ist ausgestattet wie Luxus Kreuzfahrtschiffen mit geräumigen Kabinen sowie großer Ladenpassage zum Flanieren und einkaufen. Zuletzt wurde das Schiff im Jahr 2016 grundlegend modernisiert und bietet aktuell Platz für 2852 Passagiere. Mir gefällt die Idee sehr, einen ausgedehnten Schweden Urlaub mit dem eigenen Auto zu machen um anschließend Platz auf einen der zwei Autodecks zu finden um die Reise in Finnland fortzusetzen.

Die Reederei stellte uns an Bord eine sehr geräumige Deluxe Kabine mit Meerblick zur Verfügung. Die Ausstattung in dieser Kabinenkategorie ist großzügig und ähnelt den gängigen Kreuzfahrtschiffen und bietet Platz für bis zu zwei Personen sowie einem Kind. Optional gibt es ein Zusatzbett für ein Baby/Kleinkind oder für ein Kind bis zu 17 Jahre.

Nach dem verschnaufen sind wir anschließend zum großen Grande Buffet gegangen, weil uns dann doch sehr der Magen knurrte. So konnten wir uns schon mit dem Deck-Plan vertraut machen und die erste Erkundungstour an Bord vornehmen. Das Grande Buffet ist natürlich optional und kann bei Interesse dazu gebucht werden. Das Schiff bietet zahlreiche Restaurants und Cafés um den Abend zu verbringen oder um eine Kleinigkeit zu essen. Für Duty-Free Fans steht auf dem Schiff ein riesiger Supermarkt zur Verfügung der nach dem Ablegen des Schiffes geöffnet wird und günstig alkoholische Getränke und viele köstliche Knabbereien anbietet.

Als Fotograf hat es mich natürlich sofort an Deck gezogen. Mit meiner Kamera habe ich versucht die Passage im Stockholmer Schärengarten auf Bildern festzuhalten, was aufgrund der schon eingetretenen Dunkelheit relativ schwierig war. Immerhin sind mir noch einige Aufnahmen des Sonnenuntergangs gelungen.

Da der Anreisetag etwas anstrengend war hat’s mich dann in die Kabine verschlagen und ich bin sofort auf dem Bett eingeschlafen. Die Nacht endete dann doch etwas abrupt da draußen ein Sturm tobte der für ordentlich Wellengang sorgte. Daran hat man sich aber relativ schnell gewöhnt und wir schliefen schnell wieder ein so dass wir den Zwischenhalt in Mariehamn nicht mehr mitbekommen haben.

Tag 2 – Ankunft in Helsinki:

Der zweite Tag begann in aller Frühe mit einem umfangreichen Deluxe Frühstück in einen der großen Restaurants an Bord der Silja Symphony. Viel Zeit blieb nicht da wir doch etwas verschlafen hatten und die Ankunft in Helsinki kurz bevorstand. Immerhin konnten wir ausgeruht in den Tag starten und gingen gegen 10 Uhr von Bord des Schiffes. Helsinki begrüßte uns mit einem typischen nordischen Wetter, es regnete in Strömen und es war leicht neblig und den kurzen Weg zum Hotel entschieden wir uns mit einem Taxi zu fahren.

Untergebracht waren wir im 4-Sterne Scandic Hotel direkt im Zentrum gegenüber dem Kunstzentrum Rex. Das Scandic ist ein schönes Businesshotel mit großzügig bemessenen Zimmern und sehr moderner Ausstattung.

Nachdem der Regen etwas nachgelassen hat sind wir sofort auf eine Stadttour gegangen um Helsinki näher kennenzulernen. Helsinki besitzt eine einzigartige Architektur und bietet gerade für Fotografen jede Menge tolle Motive die unbedingt auf Kamera eingefangen werden möchten. Die Stadt kann man sehr gut zu Fuß abgehen um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen.

Sollten dann doch einmal die Füße wehtun bietet Helsinki ein ausgezeichnetes ÖPNV-Netz mit Bussen sowie Straßenbahnen. Tickets können bequem über die verfügbare iOS oder Android App erworben werden.

Kleine Empfehlung:
Um finnische Spezialitäten zu probieren, lohnt sich ein Besuch am Hafen oder in der Markthalle. Dort sind zahlreiche Stände aufgebaut die mit Köstlichkeiten locken.

Persönlich gefiel mehr Helsinki auch in der Nacht sehr. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind gut und hell in einem warmen Licht erleuchtet. Aufgrund des wiedereinsetzenden Regens blieb mir aber nicht mehr viel Zeit alle Sehenswürdigkeiten abzulichten.

Tag 3 und 4 – Helsinki und Abfahrt nach Tallinn

Der nächste Tag war dann schon besser, die Sonne lachte uns an und wir sahen die Farbenpracht des Herbstes in seiner ganzen Schönheit. Wir unternahmen zu Fuß einen Spaziergang direkt an der Promenade und bewunderten die zahlreichen kleinen Inselchen vor Helsinki. Unser Weg führt uns durch den wunderschönen Stadtpark von Helsinki der zu den schönsten Gartenanlagen der Welt zählt und wir konnten uns selbst davon überzeugen.

Am Nachmittag ging es dann weiter mit der Tallink Silja Megastar. Diese Schnellfähre bringt uns innerhalb von 2 Stunden nach Tallinn. Hier lohnt es sich nicht in einer Kabine untergebracht zu werden, sondern das Schiff ist in einzelnen Bereichen eingeteilt. Wir hatten für diesen Überfahrt die Comfort Lounge, die zweithöchste Kategorie. Um die Überfahrt angenehm zu gestalten bietet die Reederei ein Snackbuffet mit Gemüse und Dips, wer kein Fan von Gemüse ist den standen natürlich auch süße Leckereien zur Verfügung.

Wir erreichten die estnische Hauptstadt bei einem wunderschönen Sonnenuntergang. An uns zogen die Kleinsegler vorbei die sich einen Wettkampf lieferten.

In Tallinn selbst, waren wir im hauseigenen Hotel Tallink Spa untergebracht, dass ich direkt am Hafen befindet und eine große Poolanlage besitzt

Tallinn ist bekannt für seine wunderschöne Altstadt die sehr historische belassen ist und doch deutlich die deutsche Hansezeit erkennen lässt. Die Esten sind bemüht ihr kulturelles Erbe zu erhalten nur einige Entscheidungen sind etwas skurril so befindet sich in einen die wunderschön restaurierten Gebäude ein schlüpfriger Nachtclub.

Kleine Empfehlung:
Essen in der Tallinner Altstadt ist sehr teuer, wer trotzdem sehr gut und günstig essen möchte dem kann ich das Restaurant Munga Kelder empfehlen. Dieses liegt auch in der Altstadt ist aber nicht direkt einsehbar und befindet sich im Keller eines historischen Gebäudes. Webseite: http://www.mungakelder.ee/

Tallinn bietet nicht nur ein altes Zentrum, sondern auch ein neues hochmodernes. Hier zeigt sich sehr gute die zwei Seiten der Stadt. Wer zu Fuß unterwegs ist wird schnell merken, Tallinn hat auch während des Berufsverkehrs eine geringe Straßen Auslastung. Das liegt an dem sehr guten ÖPNV Verkehr der für die Einwohner komplett kostenlos ist und für Touristen trotzdem sehr günstig ist. Fahrkarten gibt es als QR-Code für 1 € und berechtigt zur Fahrt mit einem Verkehrsmittel das heißt wenn man eine Straßenbahn einsteigt dann kann man mit diesem Ticket bis zum Endpunkt fahren. Für Touristen lohnt sich eine Tageskarte für 5 € oder die Tallinn Card.

Tag 5 – Tallinn und Abfahrt nach Stockholm

Wer mit den eigenen Kindern unterwegs ist für den lohnt sich ein Besuch im Tallinner Zoo. Dieser Zoo besitzt einer der schönsten Außenanlagen für Eisbären. Alleine für diese Anlage lohnt sich der sehr günstige Eintritt von 5€ pro Person.

Am Abend des fünften Tages unserer Reise ging es mit dem Luxusfährkreuzfahrtschiff der Tallink Silja Baltic Queen Richtung Stockholm. Dieses Schiff ist etwas kleiner als die Silja Symphony bietet aber genauso viele Extras und Annehmlichkeiten wie das größere Schwesterschiff. Erneut hatten wir eine Deluxe Kabine diesmal mit dem Ausblick direkt nach vorne also den Bug des Schiffes. Die Baltic Queen ist gerade für russische Staatsbürger äußerst beliebt da sie einen günstigen Weg nach Schweden bietet, wer also auch gerne feiert kommt auf diesem Schiff voll auf seine Kosten.

 

Wir genossen ein letztes Mal das umfangreiche gerade Buffet und gingen dann auf unsere Kabine und beobachteten den wunderschönen Sternenhimmel der so klar war das wir mit bloßem Auge die Milchstraße sehen konnte. Diese Chance ließ ich mir ja natürlich nicht entgehen, zückte meine Kamera, baute mein Stativ auf und versuchte einige Aufnahmen hinzubekommen was mir durchaus gelungen ist. Das war ein würdiger Abschluss dieser sehr schönen Reise mit der Tallink Silja Reederei.

Tag 6 – Ankunft in Stockholm und Abreise nach Berlin

Am nächsten Morgen erreichten wir gegen 10:30 Uhr unser Ziel, Stockholm.

Nach unserem Frühstück verließen wir das Schiff und zogen mit Gepäck durch die Straßen dieser wunderschönen Stadt und sammelten einige Erinnerungen. Stockholm ist beeindruckend, die Schweden sind alle super freundlich und das Essen in den Restaurants ausgezeichnet, wenn man sich im Hinterkopf behält, man ist im Urlaub und achtet nicht zu sehr auf das eigene Bargeld.

Gerade in dieser Stadt sollte man aber nicht die Zeit aus dem Augen verlieren denn die Wege sind alle deutlich weiter besonders zum Flughafen Arlanda bei dem man schon Anreisezeit einplanen muss. Gegen 16:45 Uhr gingen unser Flugzeug zurück nach Berlin, mit einer ehemalige Air Berlin Maschine diesmal unter dem neuen Eigentümer EasyJet.

In Berlin holte uns dann die Realität wieder ein. Die Wartezeit auf das Gepäck war unerträglich lang. Am Nachmittag war in Berlin eine große Demo mit über 150.000 Teilnehmer das hieß für uns auch dass die örtlichen Verkehrsbetriebe den Verkehr in Richtung Innenstadt einstellte oder mit hoher Verspätung bediente. Jetzt war mir klar ich war wieder in meiner Heimat. Gegen 20 Uhr waren wir dann auch endlich zu Hause.

Fazit der Reise:

Der Trip mit der Reederei Tallink Silja war wirklich schön. In kurzer Zeit sahen wir 3 nordische Städte und lernten die Einwohner und die Besonderheiten diese Orte kennen. Es empfiehlt sich, solch eine Reise auch mit dem Auto zu verbinden und eine längere Zeit in den jeweiligen Ländern zu bleiben. Ich würde diese Reise immer wieder machen wollen, aufgrund der Vielseitigkeit wie im Text beschrieben.

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